Wohnungsnot in Deutschland

Wohnungsnot wird immer mehr zur existentiellen Bedrohung

In Deutschland verschärft sich die Krise auf dem Wohnungsmarkt seit Jahren immer weiter. Längst ist daraus eine erhebliche Wohnungsnot entstanden, die sich keinesfalls auf die Ballungsräume und großen Städte beschränkt. Die Zahl der Wohnungslosen nimmt infolgedessen immer mehr zu. Und viele Deutsche müssen überteuerte immer mehr steigende Mieten zahlen oder aus den Städten wegziehen.

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp – Wohnungsnot verschärft sich

Für viele Menschen ist das Wohnen mittlerweile eine existentielle Bedrohung geworden. Wer eine Wohnung hat, muss mit teilweise erheblichen Mietsteigerungen kämpfen. Dazu kommt, dass die Nebenkosten und Energiekosten für Strom und Heizung längst bei vielen eine zweite Miete ausmachen. Trotzdem wird jeder versuchen, irgendwie die Miete und die Wohnkosten zu bezahlen, um nicht die begehrte Wohnung zu verlieren. Alternativen mit günstigeren Wohnungen gibt es in den Ballungsgebieten und den großen Städten längst nicht mehr. Aber auch in den kleineren Städten und in früher nicht so gefragten Regionen herrscht heute eine klar bemerkbare Wohnungsnot.

Selbst Doppelverdiener und kleinere Beamte wie Polizisten sowie Krankenschwestern können in München heutzutage kaum noch die Mieten zahlen. Die Alternative wäre eine kleinere Wohnung zu teilweise höheren Mieten (im Verhältnis). Aber selbst die kleineren bezahlbaren Wohnungen werden knapp. Die weitere Alternative gegen die Wohnungsnot ist der Umzug ins günstigere Umland. Das hat aber starke Belastungen durch das Pendeln zurück in die Stadt zur Arbeit zur Folge mit Stress und Zeitaufwand und verursacht die negativen Folgen des Verkehrs (in Zeiten vom Homeoffice vielleicht etwas weniger).

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Gründe für Wohnungsnot vielfältig

Die Gründe für die Wohnungsnot in Deutschland sind vielfältig. Zum einen hat sich der Staat mit den Kommunen seit Jahren aus dem sozialen Wohnungsbau weitgehend zurückgezogen und ganze Pakete von kommunalen Wohnungsbesitz an teilweise internationale Finanzkonzerne verkauft und damit den sozialen Wohnungsmarkt aus der Hand gegeben. Außerdem gibt es einen Baustau. Seit Jahren werden zu wenig bezahlbare Wohnungen gebaut. Zum einen hat das mit den ausufernden bürokratischen Hürden zu tun, die der Staat geschaffen hat und die Investoren abschrecken oder Bauvorhaben verzögern. Das hat zur Folge, dass auch zu wenig neues Bauland zu Verfügung gestellt wird. Und die demografische Entwicklung der Bevölkerung kommt dazu.

Es gibt mehr alte Menschen, die aber zu Hause wohnen bleiben wollen und oft Single Haushalte sind. Dazu kommt auch, dass in den Großstädten mittlerweile die Mehrzahl der Haushalte aus Single-Haushalten besteht, die alle eine kleine bezahlbare Wohnung suchen. Außerdem hat es seit Jahren einen starken Migrationszuzug gegeben. Anerkannte Flüchtlinge suchen ebenfalls Wohnungen auf dem umkämpften Wohnungsmarkt. In den Studentenstädten drängen auch viele Studenten auf den Wohnungsmarkt auf der Suche nach einer günstigen Ein-Zimmer-Bude und konkurrieren dabei mit Hartz-IV-Beziehern und Alten, die ebenfalls bezahlbare kleine Wohnungen suchen.

Staat muss Hürden absenken

Natürlich sind Instrumente wie die Mietpreisbremse wichtig, um die Mieter vor sozialen Benachteiligungen zu schützen. Aber es müssen auch immer die negativen Folgen für den Wohnungsmarkt und Neubau von Wohnungen bedacht werden. Insgesamt müsste der Staat massiv in den sozialen Wohnungsbau zurückkehren und zugleich Anreize für private Investitionen in den Wohnungsbau schaffen und bürokratische Hemmnisse abbauen.

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